Nicht Atom-Lobby in Hände spielen

Veröffentlicht am 13.05.2009 in Umwelt

MdL Ludwig Wörner (SPD) fordert Debatte über Windkraft ohne Scheuklappen
Windkraft als unverzichtbarer Baustein für Klimaschutz, Arbeitsplätze und
Energiesicherheit – eine klare Position hat Landtagsabgeordneter Ludwig Wörner, umweltpolitischer Sprecher der SPDFraktion im Bayerischen Landtag, bei seinem Besuch im Stiftland bezogen.

Auf Einladung des SPD-Kreisverbandes und der SPD-Fraktion im Kreistag
referierte der Politiker im Schloss Fuchsmühl. „Die Windkraft ist ein Baustein dafür, dass in Bayern energieautarke Regionen geschaffen werden können“, so Wörner. Man müsse über alternative Energien ohne
Scheuklappen diskutieren und diese Techniken auch nutzen. Aussagen,
wonach ein Windrad „nicht schön“ sei, dürften nicht zum Totschlagargument werden.
Die Nutzung der Windenergie sei – neben Biomasse, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie und Wasserkraft – auch für Bayern unverzichtbar. Nur so könne man auf Atomkraft und auch auf fossile Energieträger insbesondere im Strommarkt verzichten. „Leider nutzt Bayern seine Potenziale in der Windkraft nicht ausreichend. Wir sind Schlusslicht in Deutschland“, stellte Wörner fest.
Der Anteil der 343 bestehenden Anlagen an der Stromerzeugung liege
bei 0,5 Prozent. Ziel müsse eine Ausweitung der Windkraftanlagen in
Bayern sein, um sechs Prozent der Stromproduktion zu erreichen und
etwa vier Millionen Tonnen CO2-Austausch zu vermeiden. „Niemand sagt
aber deswegen, dass wir die Welt mit Windrädern zupflastern wollen“,
stellte der SPD-Politiker fest. Auch müsse man Windräder nicht immer
auf Berge stellen. Die Praxis belege vielmehr, dass es auch Täler gebe,
durch die der Wind „pfeife“. Als blanken Unsinn bezeichnete Wörner die Aussage des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, wonach Bayern wegen der topographischen Gegebenheiten keine prädestinierte Region für Windkraft sei. Man müsse in Bayern klar feststellen, dass es eine
windkraftfeindliche Landschaftsplanung gebe. Auch gebe es keine einheitlichen Genehmigungskriterien.
Kommunen empfahl er, in einem Bebauungsplan kein „Verhinderungsinstrument“ von Windrädern zu sehen. Er appellierte stattdessen dafür, dass man gezielt schaut, welcher Standort passen würde. Klar sei auch, dass absolute Windkraft-Verweigerer der Kernenergie-Lobby in die Hände spielen. Bei der Planung von Windkraftanlagen und bei der Ausweisung entsprechender Standorte müsse man den Bürgern natürlich eine Möglichkeit zur Diskussion vor Ort einräumen. Das von Gegnern immer wieder vorgebrachte Argument der Zerstörung der Landschaft sei eine „rein geschmacklerische Diskussion“, über die man sicher streiten könne. „Aber wenn es uns nicht gelingt, den Klimawandel zu bremsen, müssen wir uns über die Schönheiten der Natur
eh nicht mehr unterhalten.“
Idealvorstellung Wörners war es, Windkraftanlagen in Form von Bürgerprojekten zu realisieren. Man sollte den Menschen wissen lassen, dass auch mit ins Netz eingespeister Windenergie Geld verdient werden
kann. „Akzeptanz geht auch über den Geldbeutel – das ist nun mal so.

Zum Bild: MdL Ludwig Wörner (rechts), umweltpolitischer Sprecher
der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, sieht in der Windkraft einen unverzichtbaren Baustein für Klimaschutz, Arbeitsplätze und Energiesicherheit. Kreisvorsitzender Rainer Fischer hört aufmerksam
zu.

Text und Foto: Holger Stiegler

 
 

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